Ohne Reue durch die Weihnachtszeit

Schön langsam wird es immer kälter und bevor sich das Jahr dem Ende zuneigt, erwartet uns noch die Weihnachtszeit.

Die Stadtzentren und Gärten erstrahlen unter dem weihnachtlichen Lichterschmuck und man kann sich an warmen Punsch und Weihnachtsbäckereien erfreuen.

Weihnachten gilt als das Fest der Liebe und diese wundervolle Zeit mit den Liebsten im Einklang und in Ruhe zu verbringen, ist ein besonderes Vergnügen und sogar heilsam.

Wir wissen aus Studien, dass Zeit mit unseren Verwandten und Freunden, schöne Feste und stimmungsvolles Feiern im Kreise der Familie eine positive Wirkung auf uns Menschen hat.

Diesen wissenschaftlichen Artikeln kann man entnehmen, dass ein gesunder sozialer Umgang unser seelisches und körperliches Wohlbefinden stärkt.

Nachvollziehbar - würde ich sagen.

Bei Kaffee und Kuchen, Braten und Wein, angenehmen Gesprächen und auch beim Geschenkeauspacken, lässt sich leichter “die Seele baumeln lassen”.

Wir sorgen uns weniger und haben durch die angenehme Zeit nicht so viele negative Gedanken. Nicht umsonst gilt für viele Weihnachten auch als die schönste Zeit des Jahres.

 

Durch die Krise, die wir weltweit gerade durchleben, ist natürlich bei weitem nicht alles so wie gewohnt. Wir werden Weihnachten dieses Jahr nun schon zum zweiten Mal unter sehr speziellen Bedingungen feiern müssen. Deshalb versuche ich noch achtsamer und bewusster durch diese Zeit zu gehen.

Der Sturm vor der Ruhe

Aber bedeutet Weihnachten für uns alle tatsächlich nur Ruhe und Entspannung?

Oder ist gerade dieser Höhepunkt im Jahr für viele eine sehr nervenaufreibende und strapaziöse Zeit? Wir laufen knapp vor Weihnachten teilweise unter hohem Zeitdruck mit einer langen Aufgabenliste von Geschäft zu Geschäft, um noch etwas Passendes für unsere Liebsten zu finden. Obwohl wir genau wissen, dass wir beim Schenken zu Weihnachten nicht unbedingt materialistisch Denken sollten.

Teilweise wertvolle Tipps, wie unter dem Jahr schon passende Geschenke quasi im Vorbeigehen zu besorgen, ignorieren wir verständlicherweise. Wer will denn schon im Hochsommer an Winter und Weihnachten denken. Da sind wir, hoffentlich auch bewusst, im Bann der Sonne und dem warmen Wetter.  

So wiederholt sich die erschöpfende Jagd nach Geschenken Jahr für Jahr.

Ich habe mich viele Jahre gefragt, ob ich mehr von der Weihnachtszeit profitieren würde, wenn ich diese großen Anstrengungen davor einfach weglassen würde.

Also nur die Ruhe, die Entspannung, das Beisammensein und das gute Essen zelebrieren, aber ohne Hetzerei und Stress im Vorfeld.

 

Ein wenig Rosinenpicken kann man sagen.

 

Natürlich hat es ein paar Jahre gedauert und ich musste Alternativen finden. Wenn man mit leeren Händen kommt, landet man bei den Verwandten in der Abteilung Geizkragen.

Aber nein, Scherz beiseite. Diese Entwicklung durchleben in meinem Umfeld vermehrt Menschen und wir haben uns deshalb auf ein “Erwachsene schenken Erwachsenen nichts” Prinzip geeinigt. Woran sich  kaum jemand hält. Das schlechte Gewissen plagt einem dann doch.

 

Um Friede mit dem inneren Geist des Schenkens schließen zu können, wäre das gute alte “Engerl-Bengerl Spiel”, auch unter dem Namen “Wichteln” bekannt, sinnvoll.

 

Alle die etwas bekommen sollen und wollen, schreiben ihren Namen auf ein Zettelchen und werfen dieses in eine Box. Dann werden die Namen gezogen und man schenkt nur dieser einen Person etwas. Somit wird es überschaubar, persönlicher und sogar umweltfreundlicher.

 

Eine Härteprobe für Körper und Gesundheit

Mit kugelrundem Bauch sitzen wir auf der Couch und suchen Platz für einen “letzten” Keks in unserer Magengrube. Das Essen ist einfach viel zu lecker und in einer angenehmen Runde schlemmen wir einfach noch viel lieber.

Ich glaube sagen zu können, dass viele von uns dieses Phänomen kennen und bereits am eigenen Leib erfahren haben.

Der Dezember und insbesondere die Weihnachtsfeiertage sind eine harte Probe für unseren inneren Schweinehund, aber auch für unsere Gesundheit. Oft folgt dem Stress der Weihnachtsvorbereitungen, der Stress des Überessens und dann verfällt man im Anschluss gleich in den Stress, die Extra-Kilos wieder loszuwerden. Von den extra Röllchen durch den Lockdown  gar nicht zu sprechen.

Die ÖsterreicherInnen haben durch die Pandemie & Co 2020 im Durchschnitt 6kg extra zugelegt. Ein nicht sehr entspannter Start in das neue Jahr.
Es ist nicht notwendig zu erwähnen, dass ein Besuch im Fitnessstudio unter Zwang auch Stress bedeutet. Denn nicht jeder Mensch klatscht vor Freude in die Hände, wenn er in einem Fitnessstudio monoton Eisen auf- und  abbewegen darf.

“Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern!” - das meinte zumindest Konfuzius. Für uns bedeutet dies nichts anders als, wenn wir dieses Jahr unverändert und mit derselben Einstellung in die Weihnachtszeit gehen, dann wiederholt sich alles nur wieder. Wir ärgern uns über den unliebsamen Stress in der Zeit vor dem Fest und die übertriebene Völlerei währenddessen. Und auch dieses Jahr wird es uns der Lockdown und andere Beschränkungen doppelt schwierig machen.

Warum nicht gleich im Vorfeld eine kleine persönliche Strategie entwerfen, um den Stress zu minimieren und die Pfunde in der Keksdose zu lassen?

Nicht falsch verstehen, Schlemmen muss trotzdem erlaubt sein und ist auch für mich in dieser Zeit Pflicht. Ist es doch ein wichtiger Grund, warum Weihnachten (bei mir) so beliebt is(s)t. Überlegen wir uns doch ein paar Möglichkeiten, wie uns dieses Weihnachten noch schöner in Erinnerung bleiben kann!

 

Weihnachten neu definieren

Was soll denn das heißen, fragst du dich? Weihnachten ist bereits definiert. Es gibt fast ein Drehbuch dafür. Vielleicht ist das so, vielleicht auch nicht. Vielleicht ist es nicht so starr, wie wir annehmen.

Wie wäre es, wenn du für dieses Jahr die Regie übernimmst. Schreib das Drehbuch neu für diesen Dezember! Wie wäre es, wenn du jetzt planst, wie dieser Monat ablaufen soll. Natürlich inklusiver aller Vorkehrungen, dass die Kekse in der Dose bleiben und nicht als Weihnachtsdeko über dem Hosenbund an deinem Bauch hängen.

Jede Veränderung entsteht aus einer Erkenntnis, wird zu einer Idee und daraus entsteht ein Plan. Sei der Regisseur von dieses Weihnachtens und schreib dein eigenes Drehbuch. So entsteht vielleicht ein unvergesslicher Film.

 Dein persönliches Weihnachtsdrehbuch schreiben

Dein persönliches Weihnachtsdrehbuch

 

Wie soll der Dezember und Weihnachten 2021 ablaufen? Und wie nicht?

Nimm dir ein leeres Notizheft und beginne mit diesen beiden Fragen. Ich empfehle dir, ab heute, jeden Abend wenn du bereits im Bett liegst, an deinem Drehbuch zu arbeiten.

Vielleicht entsteht so bei Erfolg ein Drehbuch für das nächste Jahr!

Was soll diese Weihnachten auf jeden Fall passieren? Ich gebe dir ein paar Beispiele aus meinem Weihnachts-Drehbuch. Wie du gleich sehen wirst, brauche ich klare Strukturen und habe deshalb konkrete Vorsätze formuliert. Nur so kann ich tatsächlich in die Umsetzung gehen.

 

Wie wird Weihnachten 2021 zu einer schönen Zeit für mich:

 

  • Ich möchte die Vorweihnachtszeit in Ruhe und Gelassenheit verbringen
  • Ich bemühe mich, eine angenehme und produktive Zeit im Homeoffice zu verbringen. Die Arbeit wird erledigt, aber ich setze mich dabei nicht unter Druck
  • Ich möchte mit meiner Familie in einer angenehmen Atmosphäre, ohne Zeitdruck feiern
  • Ich möchte achtsam Schlemmen! Ich will gut essen und mir auch ungesunde Speisen gönnen. Dafür werde ich gezielt Fasten, um in Balance zu bleiben.
  • Ich möchte die Bedürfnisse meines Körpers respektieren und auch wenn die Couch ruft, werde ich ihn bewegen, um einen Ausgleich zu schaffen
  • Stress kommt diese Weihnachten höchsten dann auf, wenn ich bei einem Gesellschaftsspiel auf der Verliererbank sitze

 

Was ich aus der Vergangenheit kenne und diesen Dezember nicht möchte:

 

  • Ich werde mich in diesem Jahr weder dem Einkaufsstress ausliefern, noch dem Geschenkewahn verfallen
  • Ich werde das Geschenkpapier heuer weglassen und wiederverwertbare Verpackungen nutzen (Sackerl oder Boxen)
  • Ich möchte nicht von Fest zu Fest hetzen, sondern entspannt und in Ruhe genießen. ich muss nicht überall dabei sein
  • Ich werde mich nicht auf die stille Zeit berufen und nur herumsitzen
  • Ich werde bewusst Fernsehen und nicht dem weihnachtlichen Koma-Glotzen verfallen

 

Vielleicht sind diese Vorschläge für dich hilfreich und du schreibst dein eigenes ganz persönliches Weihnachtsdrehbuch. Nimm dir jeden Abend 5 Minuten Zeit dafür. Das ist eine unglaublich entspannende Tätigkeit und hilft sogar beim Einschlafen.

Bitte vergiss niemals, ein Drehbuch kann sich im Laufe der Umsetzung verändern.

Versuche dich nicht mit Gewalt daran zu halten. Es soll dir nur als grundlegender Leitfaden dienen und die Realität macht es oft notwendig, etwas kurzfristig anzupassen. Sonst entsteht nur Frust, Unzufriedenheit und Stress. Und das steht nicht im Drehbuch.

 

“Es gibt keinen Weg. Der Weg entsteht im Gehen!” hat einst Antonio Machado gesagt.

 

Auch wenn ich einen Plan habe, nimmt mir dieser Spruch den Druck aus meinem Vorhaben und ich kann es entspannt angehen. Wenn sich in Laufe der Wochen etwas ändert, ist das auch in Ordnung.

 

Wie ich es schaffe, dieses Drehbuch umzusetzen, erzähl ich dir jetzt.

 

Produktiv und glücklich im Homeoffice

Produktiv und glücklich im Homeoffice

Nein, das ist kein Widerspruch. Für viele ist die Arbeit von Zuhause eher lästig als angenehm. Vielen Menschen fehlt ihr Umfeld, die KollegInnen und die Möglichkeit das Haus zu verlassen. Das ist verständlich. Und für andere wiederum ist es eine willkommene Abwechslung, auch einmal an einem Wochentag in den eigenen vier Wänden zu sein. Der eigene Chef zu sein. Oder fast. Zumindest was die Zeiteinteilung betrifft.

Und hier ist natürlich einer der großen Vorteile flexibler Arbeitsmodelle der Zukunft. Jeder kann von dort arbeiten, wo er gerade ist, wann und wie lange ist einem selbst überlassen. Hauptsache die Arbeit wird erledigt.

Aus der altbekannten “Work-Life-Balance”, also dem Versuch Arbeit und Freizeit in einem gesunden Ausgleich zu halten, wird das sogenannte “Work-Life-Blending”.

Arbeit und Freizeit werden vermischt. Das bedeutet nicht, immer und überall erreichbar zu sein und keine Zeit mehr für sich selbst zu haben. Es bedeutet, einen flexibleren Wechsel zwischen beruflicher und privater Zeit zu haben.

Wir können 2-3 Stunden arbeiten und dann einen einstündigen Waldlauf machen. Und falls wir am Nachmittag schon um 15 Uhr keine Lust mehr haben auf Excel-Tabellen und E-Mails, dann können wir die Zeit mit den Kindern verbringen. Die Arbeit können wir morgen aufholen. Der Prozess der Arbeit ist nie zu Ende. Wir müssen nur schlauer mit der Einteilung umgehen, um so die gestellten Anforderungen zu meistern und auch viel Freizeit zur Verfügung zu haben.

Nun befinden wir uns teilweise unfreiwillig im Homeoffice und für viele ist dies noch immer ungewohnt und bringt insbesondere in der Vorweihnachtszeit diverse Probleme mit sich. Und deshalb hier ein paar Tipps, wie du im Dezember deinen Arbeitstag in den eigenen vier Wänden optimieren und genießen kannst. 

Remote Work für mehr Freiheit

Remote Work bedeutet nichts anderes als Fernarbeit. War dies früher nur für Zweitjobs und Zusatzverdienste bekannt, findet man mittlerweile viele Stellenanzeigen mit dieser Bezeichnung sogar bei großen Firmen. .

Im Prinzip geht es nur darum, vielleicht zu einer gewissen Zeit, aber auf jeden Fall am Ort der eigenen Wahl zu arbeiten.

Letztens habe ich bei der Hotline einer Firma angerufen. Die Person am anderen Ende der Leitung war sehr freundlich und sehr persönlich. Nachdem es eine kleine Firma ist und wenige “echte Anrufe” reinkommen, kam es auch zu ein wenig Small Talk.

Im Gespräch hat sich herausgestellt, dass der besagte wiener Call Center Agent, in einer Datscha in Kärnten, nahe der italienischen Grenze sitzt. Eine Datscha ist einfach ein Wochenendhaus. Er hat sich dort für den ganzen Winter eingemietet. Der Job läuft weiter. Für andere eine unwichtige Randinformation, aber für mich tatsächlich wie ein Gong in meinem Gehirn.

Lockdown, Weihnachtszeit und familiäre Verpflichtungen erlauben es mir zwar nicht nach Kärnten zu flüchten, aber ich kann mir meine Wohnung so herrichten, als wäre ich an einem anderen Ort. In meinen Pausen höre ich beispielsweise italienische Musik. In meinen Sitting Breaks,  das sind bewegte Arbeitspausen, tanze ich durch die Wohnung und zu Mittag mache ich mir Spaghetti Bolognese. Weiters gehe ich jeden Tag mindestens einmal raus, idealerweise in den Wald. Der Wienerwald ist nur fünf Gehminuten von mir entfernt. In Wien erreicht man von jedem Ort innerhalb von 30 min waldiges Gebiet. Das ist herrlich entspannend!

 

Stress raus - dank einer guten Einteilung

Im Homeoffice, ist es noch wichtiger, sich eine kluge Einteilung des Tages zu machen. Sonst kommt es schnell zu einem Durcheinander und die Zeit verfliegt.

Wenn ich mir Routinen festlege, bin deutlich produktiver und zufriedener.

Auch wenn ich nicht raus muss, habe ich eine feste Uhrzeit, zu der ich aufstehe. Ich starte den Tag immer mit einer Meditation und einem Kaffee auf dem Balkon, selbst im Winter.

Dann beginnt die Office Time und ich arbeite meist zwei Stunden an wichtigen Themen, wie meinem Blog. Denn zu dieser Zeit bin ich noch frisch und klar im Kopf. E-mails usw. bearbeite ich lieber am Nachmittag.

Ich lege auch Pausen und Sitting Breaks fest und versuche mich alle 30-60 min für eine Minute zu bewegen. Dann bleiben Gehirn und Stoffwechsel in Schwung. Auch die tägliche Turnstunde steht schon am Morgen in meinem Kalender, so gibt es keine Ausreden. Das

Training ist ein fester Termin, da muss alles andere warten. Zuhause bin ich der Chef.

 

Photo by Kira auf der Heide on Unsplash

Schenken als Zeichen von Liebe und Freundschaft

 

Das Schwierige am Schenken, ist oft das Problem, dass wir nicht wissen, was wir schenken sollen. So laufen wir wie verrückt durch Kaufhäuser und über Einkaufsstraßen auf der Suche nach dem passenden Geschenk für unsere Liebsten.

Wir kaufen dann oft zu viel oder leider auch unnütze Dinge. Der Handel hat deshalb im Januar einen zweiten Ansturm. Zum einen werden Gutscheine eingelöst und zum anderen Geschenke umgetauscht oder  zurückgebracht.

Tatsächlich haben Statistik-Unternehmen sogar dafür (ziemlich beeindruckende) Zahlen.

Beispielsweise werden 16% der Weihnachtsgeschenke umgetauscht. Was aber mehr beeindruckt ist, dass 25% einfach weitergereicht werden. Etwa 22% der Geschenke werden, auf nimmer wiedersehen, eingelagert. Und 2% werden einfach weggeworfen. Das ist ziemlich erschreckend. Das bedeutet, etwa 65% der Geschenke sind tatsächlich vollkommen nutzlos für die Beschenkten. Von den übrigbleibenden 35%, die tatsächlich in Verwendung kommen, wissen wir auch nicht, wie sehr man sich tatsächlich darüber erfreut.

Beispielsweise werden bei Amazon gekauft und zurückgesendete Produkte teilweise verschrottet. Bei vielen Produkten ist ein Wiederaufbereiten für den Wiederverkauf wirtschaftlich vollkommen unrentabel und so landet die Ware in der Presse. Das passiert nicht nur bei Amazon, sondern auch im übrigen Handel.

Dass der Handel hier nicht die Hauptschuld trägt, muss uns klar sein. Wie uns die erwähnte Statistik zeigt, haben wir das unnötige Produkt bestellt oder im Laden gekauft. Hygieneartikel beispielsweise dürfen per Gesetz von Online-Riesen nicht wieder eingelagert werden. So wandern Tonnen von funktionellen Produkten jährlich auf der Mülldeponie. Nur weil wir der Meinung sind, zu Weihnachten müssen wir auf jeden Fall etwas schenken.

Am Ende bezahlt Mutter Natur den Löwenanteil dieses Preises.

Vom Geschenkpapier gar nicht erst zu sprechen. Dies wird produziert, um wenige Zeit später, im Mülleimer zu landen. Ein wiederverwendbarer Geschenkesack oder eine -box würden hier ein wenig Abhilfe schaffen. Ich gehe einen Schritt weiter und verwende Altpapier, um Gechenke einzupacken.. Natürlich ernte ich manchmal dafür von Verwandten verstörte Blicke.

Wenn du jemanden in deinem Umfeld etwas schenken möchtest, dann kannst du die Drehbuch-Taktik auch hier anwenden.

Nimm dir etwas Zeit und mach dir Notizen über die Person, die du beschenken willst.

  • Welche Hobbies hat sie?
  • Was hast du bei deinem letzten Besuch in ihrer Wohnung gesehen?
  • Sammelt sie etwas?
  • Hat die Person etwas vor, etwa eine Reise?

Die Person findet das Geschenk, es ist nicht umgekehrt.

 

Ich nehme es gleich vorweg, ich werde dieses Jahr nur Bildbände, also schöne große Bücher, schenken.

Immer passend zum Interesse der jeweiligen Mitmenschen. Beispielsweise bekommt meine Lebensgefährtin einen Bildband über Japan. Denn sie liebt dieses Land, seine Kultur, die Landschaften und das Essen. Sie will Japan unbedingt bald besuchen und ich möchte ihren Wunsch verstärken. 

Ich kaufe bewusst keine Bücher mit viel Text. Sondern mit großen schönen Bildern. Darin kann man sich verlieren, entspannen und träumen. Und sich vielleicht neue Ziele stecken.

 

Über Weihnachten in Bewegung bleiben

Eines müssen wir anerkennen, es sind katastrophale Bedinungen, um in Form zu bleiben. Wir sind teilweise im Lockdown, Fitnessstudios haben zu und draußen wird es langsam richtig kalt.

Aber das darf keine Ausrede sein.  Denn wir wissen, wie schwer es ist, im Januar die zusätzlichen Pfunde wieder loszuwerden. Auf diesen Stress kann ich nach der gemütlichen Weihnachtszeit verzichten.

Wir brauchen eine alltagstaugliche Strategie, um in Form zu bleiben! Wir müssen die Kalorien sofort verbrennen und diese nicht in unsere Fettzellen einschleusen.

Wenn du diszipliniert bist und täglich Workouts unter dem Weihnachtsbaum durchziehst, dann Hut ab. Aber das fällt uns nicht allen so leicht. Deshalb halte ich mich lieber an ausgleichende Trainingsstrategie, die ich einfach im Alltag einbauen kann.

 

Hier meine Quick & Dirty Favorites, um fit zu bleiben:

  • Sitting Breaks einbauen. Unser Stoffwechsel wird schnell müde und fährt bereits nach 30 min runter. Durchbrich diesen Bann und steh immer wieder auf, um ein paar Ausfallschritte oder Liegestütz zu machen! Übungsauswahl und Schwierigkeitsgrad sind vollkommen egal, Hauptsache du setzt einen Impuls.
  • Farmers-Carry vom Supermarkt! Dinge tragen ist unserem Körper evolutionär bekannt. Wir hatten ja nicht immer Autos und Rollwägen. So blieb man früher auch ohne Fitnessstudio fit. Trag deine Einkäufe in Taschen nach Hause,nutze Stiegen statt Aufzüge,mach Pausen wann immer du möchtest, aber nutze diese Zeit und Aufgaben effektiv!

Zu Weihnachten gibt es ja mehr als genug zu tragen.

  • HIIT Training, also Hochintensives Intervall-Training, ist vielen Hobbysportlern bereits ein Begriff. In kurzer Zeit ordentlich Gas geben. Auch dafür brauchst du kein Gym.

Mach die Tür auf und laufe im schnellen Tempo die Stiegen hoch. Geh langsam wieder runter und wiederhole das ein bis zweimal. Das dauert wenige Minuten und du kommt wahrscheinlich nicht einmal ins Schwitzen, verbrennst aber ein paar Kalorien und holst dich aus dem Couch-Koma.

  • Die besinnliche Zeit nutze ich auch gerne für sogenannte “Mental Walks” in einer angenehmen Umgebung. Ich bevorzuge dafür den Wald. Nichts ist für mich entspannender. Der Wald hat dank seiner Farben, Gerüche und der Stille eine beruhigende Wirkung auf unser Stresssystem. Der Puls und der Blutdruck sinken nach wenigen Minuten. Also profitieren wir zweimal. Wir senken unser Stresslevel und bewegen uns in der Natur.

 

Ich versuch mir Süßkram, Kuchen und Co zu verdienen. Jedes Mal wenn ich mich zum Tisch setzte, um zu essen, mach ich davor eine Minute Ausfallschritte oder andere einfache Übungen. Natürlich kann das nicht mit einem regelmäßigen Besuch im Gym mithalten, aber wir bleiben aktiv und schaffen zumindest teilweise einen Ausgleich in der Kalorienbilanz.

 

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Achtsames Schlemmen - ein neuer Weihnachtstrend?

Wenn Festlichkeiten anstehen, sind wir in einer Sache besonders gut.

Im  zu viel Essen. Leider aber auch im dauernd Essen.

Weiters wechseln wir in der Weihnachtszeit von einer Feier zur nächsten und es wird teilweise zu einem Marathon ohne Laufschuhe. Unsere Verdauung hat so nie Pause und arbeitet auf Hochtouren.

 

Seit Jahren versuche ich, mich erfolgreich mit einem Wechsel zwischen Essen und Nichtessen, durch die weihnachtlichen Happenings zu manövrieren.

Das bedeutet, ich faste gezielt zwischen den einzelnen Feiern. So habe ich die Möglichkeit, mit einer guten Kalorienbilanz auszusteigen. Obwohl ich keinen Halt mache vor fettigem Braten, Keksen und Kuchen.

Ich verzichte aber den ganzen Dezember auf das Frühstück und jegliche Snacks zwischendurch. Ich überlege mir morgens, wo ich an diesem Tag sein werde und wann ich mit Hauptmahlzeiten zu rechnen habe. Dann entscheide ich das “Drumherum”. Meist beschränke ich mich auf zwei ausgiebige Mahlzeiten.

Wenn ich zum Frühstück eingeladen bin, lasse ich das Mittag- oder Abendessen aus.

Kardiologen freuen sich, wenn sie so etwas hören und nennen das „Dinner Cancelling“.


Das Konzept des Fastens hilft nicht nur unser Körpergewicht zu regulieren,es hat auch viele weitere gesundheitliche Aspekte.

Durch das Fasten wird die Recycling Fabrik in unserem Körper angeworfen. Fehlgefaltetes Protein und Zellschrott kann so verarbeitet werden. Laut Studien bewirkt dieser Autophagie genannte Prozesse eine Verjüngung in unserem Körper.

 

Die Weihnachtszeit hat eine stärkere Wirkung auf uns, als wir denken. Geselliges Beisammensein im Kreise der Familie oder mit Freunden ist nicht nur angenehm, sondern hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Das zeigen diverse Studien über soziale Gesundheit.Eine angenehme Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen, ist zu den Feiertagen für mich besonders wichtig und gibt mir Kraft für das kommende Jahr.

 

 

Ich wünsche Euch allen besinnliche Feiertage und ein frohes Fest!

Euer Performance Coach & Biohacker

Richard Staudner